Chrisi

Christine Schmeh

Mein Name ist Christine. Ich bin 39 Jahre alt und lebe zusammen mit drei Hunden im schönen Schwarzwald. Hunde waren schon immer meine Leidenschaft. Seit meiner Kindheit habe ich alles aufgesogen, das mit dem Thema Hund in Zusammenhang stand. Lange Zeit durfte ich keinen eigenen Hund haben, also fungierte ich als Gassigänger für Menschen mit wenig Zeit und Hunde aus dem Tierheim. Doch irgendwann war jeder Tierheimhund vermittelt und ich sehr traurig. Als ich 14 war, gaben meine Eltern endlich nach und Robin durfte einziehen. Mein erster, eigener Hund! Ein Appenzeller/Spitzmischling der Zeit seines Lebens nie Probleme machte. Er blieb bei meinen Eltern als ich ausgezogen bin.

Zu mir kam Ninio. Ein Presa Canariomischling, mein Seelenhund. Er liebte alle Menschen, alle Hunde und war zu jedermann nur nett und freundlich. Ich lernte durch Ninio und die damals beginnende „Kampfhundehysterie“ Menschen quer durch Deutschland kennen und befasste mich viel mit diesem Thema. Wir bestanden unseren Wesenstest und ich fing an mich immer intensiver mit Aggressionsverhalten und Körpersprache auseinanderzusetzen. Absolvierte ein Fernstudium zum Verhaltenstherapeut für Tiere sowie im Bereich Bachblüten. Wurde Pflegestelle für verschiedene Vereine und versagte genau einmal. Hängen blieb Hugo. Ein kleiner spanischer Mix.

2014 mit 15 Jahren musste ich Ninio einschläfern lassen. Der Beste war gegangen... Nach ihm folgte Rayo. Ein spanischer Podencomischling der mich, was Jagdverhalten anging, bis an meine Grenzen brachte. 2014 kam Buddy zu mir. Ein StaffBullwelpe. Der erste Hund den ich mir vom Züchter holte, weil ich genau diesen wollte. Aber Buddy war/ist anders als alle die ich davor hatte. Er mag keine fremden Hunde und auch nicht alle fremden Menschen. Er möchte nicht angeschaut oder angefasst werden ohne zu fragen. Und er scheut sich nicht dies auch nachdrücklich klar zu machen. Er hat mich heulen und fluchen lassen und doch habe ich durch ihn so viel gelernt. Ich kam wegen ihm in den Hundesportverein, wo ich Tina kennenlernte und anfing als Azubi zum Vereinstrainer tätig zu werden. Ich besuchte wegen ihm Seminare zum Thema Aggressionsverhalten. Ich begann 2017 meine Ausbildung zum Hundetrainer zusammen mit Tina. Ich habe gelernt, dass es Individualdistanzen gibt, welche eingehalten werden müssen. Dass sein Verhalten nichts schlimmes ist, dass er einfach nur in Ruhe gelassen werden möchte. Und das wichtigste: ich habe Menschen kennengelernt denen es genauso geht. Die ebensolche Hunde haben. Und das tat gut. Dieses Wissen, nicht alleine zu sein. Wir wuchsen zusammen und vieles wurde besser.

Als ich meinen Mann kennenlernte, brachte dieser einen Cattlerüden mit in die Beziehung. Wir konnten die Hunde nicht vergesellschaften, da ein stressfreies Zusammenleben nicht möglich war. So kam eines zum anderen und Buddy zog zu Tina. Unabhängig von den Umständen die ihn zu ihr führten, war dies das Beste was diesem Hund passieren konnte. Manchmal muss man sich eingestehen, dass Teams nicht zusammenpassen. Und dies war bei uns der Fall. Umso mehr freut es mich zu sehen, welche Wandlung dieser Hund durchgemacht hat. Er kann runter fahren, fremde Hunde in seinem Haus tolerieren und „zuhören“.

Ich danke dem lieben Gott für die Erfahrungen und das angeeignete Wissen welche ich mit Buddy machen durfte und dafür, wie er die Dinge im Nachhinein geregelt hat. Danke Buddy. Danke Tina. So leben hier also Rayo, der Cattlerüde Jasper und seit Februar 2020 noch eine kleine Cattledame, das Hundle. Wir alle freuen uns nun auf die kommende Zeit im DogZcamp.